Heilhypnose / Hypnotherapie nach Erickson

Was ist Hypnose ? Was verstehen wir darunter ?
Diese Frage wird Sie sicherlich beschäftigen. Obwohl der Begriff vom griechischen Gott Hypnos ( Gott des Schlafes ) abgeleitet ist, hat Hypnose nichts mit schlafen zu tun ! Vielmehr ist Hypnose lediglich ein veränderter Bewusstseinszustand - die sogenannte Trance.

Hypnosetherapie ist eines der ältesten Therapieverfahren überhaupt. Wie kein anderes Verfahren, verbindet es Körper, Geist und Gefühle. In vielen alten Kulturen wurden Trancezustände zur Heilung von Krankheiten eingesetzt. Schon in Ägypten setzte man sehr früh die Hypnose zu therapeutischen Zwecken ein. Auf einem ca. 3000 Jahre alten Papyrus sind die Methoden beschrieben, mit deren Hilfe die damaligen Heiler die Hypnose einzusetzen hatten. Bei den Griechen war der Tempelschlaf ebenfalls bekannt. Aber auch Trancetänze auf Bali, schamanische Rituale der Indianer in Amerika oder Meditationen der Yogis in Indien zählen dazu.

Als Hypnose wird ein Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance bezeichnet, welche durch vorübergehend geänderte Aufmerksamkeit und meist tiefe Entspannung gekennzeichnet ist. Während der Trance kommt es zu einem veränderten Bewusstseinszustand, in dem die alltäglichen Denk- und Wahrnehmungsprozesse erweitert sind. Die Klienten haben so die Fähigkeit, Ihre Probleme auf eine entspannte und angenehme Art und Weise zu bearbeiten und neue Sicht- und Verhaltensweisen zu entwickeln.

Wir unterscheiden grob zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein. Bewusstsein ist all das, was wir täglich im Wachzustand fühlen und erleben. Es ist der analytische Teil mit seinem Kritikvermögen. Er analysiert das, was wir gerade erleben und vergleicht es mit unseren Erfahrungen aus der Vergangenheit. So können wir diesen Erfahrungen gemäß reagieren. Es ist der Teil unseres Verstandes, in welchem auch der Wille sitzt. Dieser Teil hilft uns, damit wir bewusst durch unser Leben gehen können. Das Unterbewusstsein dagegen ist für uns zunächst einmal verborgen. Dort sind aber all die Dinge gespeichert, die wir je erlebt und wahrgenommen haben, derer wir uns aber im normalen Wachzustand nicht erinnern können. Außerdem spielen sich unsere Träume im Unterbewusstsein ab. Doch unser Unterbewusstsein ist auch der Ort, wo Erinnerungen an alle Erlebnisse gespeichert werden, die wir je erlebt haben. Hier finden wir auch alle Emotionen aus vergangenen Erlebnissen. Zudem führt unser Unterbewusstsein ständig Prozesse im Körper durch, die für uns überlebenswichtig sind. Deshalb müssen wir uns auch nicht bewusst um unseren Herzschlag, die Verdauung oder die Atmung kümmern.

Im Unterbewusstsein finden nun auch Vergleiche statt aber nicht mit diesem Kritikvermögen, wie im Bewusstsein. Es analysiert nur oberflächlich. Nur so kann es z.B. passieren, dass ein erwachsener Mensch, welcher irgendwann als Kind in der Vergangenheit in der Nacht einen Unfall hatte, plötzlich an Angst vor der Dunkelheit leidet. Er vergleicht oberflächlich und sagt sich unbewusst: Achtung: Dunkelheit = Gefahr !

Wir sind leider nicht fähig, solche Vergleiche im Unterbewusstsein mir dem gesunden Menschenverstand oder mit dem Willen oder mit dem bewussten Urteilsvermögen zu erklären. Sie wirken einfach in uns. Wir lassen uns hauptsächlich durch Gefühle steuern, auch wenn der Wille noch so groß ist. Und genau deshalb fällt es uns oft so schwer, zum gewünschten Erfolg zu kommen.

Mit der Hypnosetherapie ist es möglich, ins Unterbewusstsein einzugreifen und negative Emotionen nachträglich zu verarbeiten. Es können damit die Blockaden aufgelöst werden.

Hypnotische Trance ist ein veränderter Bewusstseinszustand, den man irgendwo zwischen Wachsein und Schlafen einordnen kann. Es ist ein Zustand erhöhter Konzentration auf eine einzige Sache.

In diesem Zustand tritt unser Bewusstsein etwas in den Hintergrund. Das Kritikvermögen wird dadurch vermindert. Dies ermöglicht uns die Kommunikation mit dem Unterbewusstsein, oder anders gesagt, wir sind fähig, längst vergessene oder verdrängte Erlebnisse zu erinnern (Hypermnesie). Und wir sind fähig, Suggestionen (Vorschläge) des Hypnotiseur´s zu realisieren, sozusagen eine Umprogrammierung in unserem Innern zuzulassen.

Somit wird klargestellt, dass Hypnose niemals mit Bewusstlosigkeit einhergeht, sondern lediglich ein Zustand auf das Unterbewusstsein ist.

Der Trancezustand ist also kein willenloser, passiver Zustand, wie ihn die Showhypnose darstellt, sondern ist gekennzeichnet von aktiven , mühelos ablaufenden Erfahrungen. Der Klient fühlt sich tief entspannt und empfindet sich losgelöst von der Umgebung. Er nimmt seine Innenwelt, Empfindungen, Gedanken und Gefühle intensiver und lebendiger wahr, als im normalen Wachzustand.

Man bekommt alles, was um einen herum geschieht, mit und kann sich hinterher ebenso an alles erinnern. Es werden keine Suggestionen angenommen, die der eigenen Persönlichkeit entgegen stehen.

Diese Form der Therapie ist sofern ein aktiver Prozess für den Klienten, da nur durch das Einverständnis – und damit durch die Mitarbeit des Klienten – die Heilhypnose durchgeführt werden kann.

Meistens wird die Hypnotherapie als Kurzzeittherapie eingesetzt, mit dem Ziel, schnelle und konkrete Lösungen für bestehende Probleme zu entwickeln.

In der heutigen Zeit wird die Hypnosetherapie bei einer ganzen Reihe von Problemen aus allen Bereichen eingesetzt, so zum Beispiel bei:

  • • Angstzuständen (Prüfungsangst, Lampenfieber, Flugangst)
  • • Depressionen
  • • Phobien
  • • Gedächtnisschwäche
  • • Konzentrationsprobleme
  • • Übergewicht, Untergewicht, Ess-Störungen
  • • Raucherentwöhnung
  • • Stress
  • • Schlafstörungen
  • • Minderwertigkeitsgefühl
  • • Schüchternheit
  • • Empfindungsstörungen
  • • Schuldgefühle
  • • Sexuelle Probleme (Gefühlskälte, Impotenz)
  • ….....doch Hypnose kann noch vieles mehr !

    Erst durch vielfältige moderne Untersuchungen und durch die bahnbrechenden Arbeiten des amerikanischen Psychiaters Milton H. Erickson, hat die Hypnosetherapie ihren Platz in der modernen Psychotherapie gefunden.

    „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.“
    - Jean-Jacques Rousseau -

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